Historie

Als eines der größten gescheiterten Nürnberger Immobilienprojekte der 90er Jahren und als lokaler „Schandfleck” in der Altstadt ist der Augustinerhof in der Vergangenheit zu traurigem Ruhm gekommen.

Auslöser war der ambitionierte Investor Aboussaidy, der Ende der 1980er Jahre für 15 Mio. € das heute als Augustinerhof bezeichnete Gelände erwarb und dort eine moderne Einkaufspassage bauen wollte. Als Architekt wählte Aboussaidy den international renommierten, aus Franken stammenden Architekten Helmut Jahn, der einen Entwurf einer nach oben geöffneten Glaspassage präsentierte.

Bei den Nürnberger Bürgern und insbesondere auch den Altstadtfreunden stieß der ehrgeizige Entwurf, gerne auch als „aufgeplatzte Bratwurst” verunglimpft, auf Ablehnung.

Das Ganze mündete schließlich in ein Bürgerbegehren, wodurch das Projekt 1996 komplett zu Fall gebracht wurde und auch den damaligen Investor in den Ruin trieb. Seitdem lag das Grundstück brach und war dem Verfall preis gegeben, bevor es 2008 im Rahmen der Zwangsversteigerung von der alpha-Gruppe erworben wurde.

Entgegen der landläufigen Meinung ist übrigens der Name Augustinerhof keine Referenz an eine historische Nutzung des Geländes in der Nürnberger Geschichte, sondern ein Kunstname, der für das Projekt in den 90er Jahren vergeben wurde.